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NOSBAUM & REDING - ART CONTEMPORAIN
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Exposition de jeunes artistes de Hambourg
Alimentation Générale 2002
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14.09.2002-18.10.2002
Exposition de jeunes artistes de Hambourg - Exposition de jeunes artistes de Hambourg
Alimentation Générale 2002
Exposition de jeunes artistes de Hambourg
Alimentation Générale 2002
Ascan Pinckernelle, Gudny Gudmundsdottir, Hilke Dettmers, Klaus Hartmann, Mario Palm, Stefan Thater

Klaus Hartmann, der 1969 in Eisleben geboren wurde und in Hamburg lebt, lenkt den Blick auf das Alltägliche. Er malt karge, aber farbenfrohe Lottobuden, Gartenlauben, Riesenräder oder Achterbahnen. Es ist die ganze Fülle des Lebens, die ihn interessiert, einschließlich seiner absurden, schrulligen und widersprüchlichen Momente.
Dabei bleibt er frei von Emotionen und beläßt es bei einer erfrischenden Doppelbödigkeit,anstatt vordergründiger Kritik. Die Bilder können sehr übermütig aus den Fugen geraten,beispielsweise wenn die bunten Schienen einer Achterbahn sich aus der geschlossenen Form befreien und ihr lineares Eigenleben vor Himmelblau führen. Hartmann verfremdet und idealisiert, taucht seine Szenen in pastellfarbenes Schneegestöber oder in eine leuchtende Farbigkeit, welche den Bildern eine surreale Intensität verleiht. Zugleich kleidet er sie in ein konstruktivistisches Stilecho, in mondrianische Farbwege und in das real existierende abstrakte Gewirr unserer Zeit. Seine Bilder sind erzählerisch und heiter, scheinen leicht verständlich und sind doch sonderbar unwirklich.

Die gemalten Architekturbilder von Ascan Pinckernelle (*1970), der in Berlin lebt, enthalten viele für sein Gesamtwerk charakteristische Elemente. Sie zeigen einzelne, freistehende Gebäude, gesehen zu verschiedenen Tageszeiten oder nachts, wenn die Beleuchtung von innen die Szenerie andeutet. Pinckernelle tastet die Bauten, die sich an Vorbildern der klassischen Moderne orientieren, in ihren physiognomischen Besonderheiten ab, etwa den zurück- oder vorspringenden Eingängen und Sockelgeschossen oder den unterschiedlichen Fenstersituationen. Es sind Bilder mit klarer Ordnung, voller Ästhetik, die ihren Reiz im Miteinander, in der gedachten Einheit entfalten. Trotz der minimalistischen Formensprache haftet ihnen etwas Transzendentes an, hervorgerufen insbesondere durch das Licht, das durch die geschlossenen oder geöffneten Fenster strömt.

Der Hamburger Stefan Thater (*1968) beschäftigt sich mit den Ausdrucksmöglichkeiten von Zeichnung und Malerei, in denen er eine bemerkenswerte Virtuosität beweist. Geheimnisvoll sind seine Bilder und erzählen von den Grenzen und Zwängen der Vernunft. Dabei wechseln Bilder mit Figuren und Formen, die scheinbar zufällig durch Farbverläufe und -flächen entstehen, mit abstrakten Anhäufungen von Strichen und Flächen ab. Häufig verwendet er auch Symbole, die er in ein malerisches Gefüge einbindet. So entstehen ungemein dichte Zeichnungen, die den festgelegten Rahmen zu sprengen scheinen. Folgerichtig entwickeln sich neue Arbeiten von Thater in den Raum zu objekthaften Gebilden.
BIZART